Montag, 5. November 2018

Harry Sokal 1997 Full Circle


Genre: Jazz
Rate: 272 kbps VBR / 44100
Time: 00:45:56
Size: 87,14 MB

Wann immer Joe Lovano oder ein anderer Musiker dieses Kalibers nach Wien kommt, ist seine erste Frage: ”what is Harry doing?”. Wer soviel Nachdruck bei den Kollegen hinterlässt, dem fällt es leicht, eine entsprechende internationale Band zusammenzustellen. Also folgte ein Team ausgeklügelter Spezialisten Sokals Ruf: Das Schweizer Schlagzeug-Wunder Jo Jo Mayer, der soviel Druck erzeugt, dass bei dessen Abgang von den Screaming Headless Torsos gleich zwei Drummer engagiert wurden, der polnische Power Keyboarder an den Tasten: Vladislav Sendecki, der amerikanische Bassist Matthew Garrison und schliesslich der in Wien lebende, deutsche Perkussionist und Klangzauberer Stephan Maass.

Full Circle nennt sich nicht ganz zufälligerweise das Resultat dieser Begegnung, in der sich der Kreis in Sokals fünfundzwanzigjährigem Musikschaffen auf reife Art und Weise zu schliessen scheint. Dass sich Sokal seit längerer Zeit einer extrem rhythmischen Musik verschrieben hat, ist kein Geheimnis mehr. Dass er es aber hier in Wien geschafft hat, so tief in die ureigene Domäne der Amerikaner vorzudringen, grenzt an ein Wunder. Sokal kombiniert gekonnt seine vielfältigen Erfahrungen (Timeless,Art Farmer,Vienna Art Orchestra,Gulda) als virtuoser Jazzmusiker mit all den vitalen, unerschöpflichen Rhythmen,die es entweder bereits gibt oder die es noch zu erfinden gilt. So gibt es auf der CD eine aufregende Neuversion von Birdland, dessen Komponist Zawinul als Übervater liebevoll die Hände über diese Produktion legt,oder andere erdige ”Hämmer” wie Shine, Magic Transition und Timesquare. Dagegen bildet eine sinnliche Ballade “Back where I belong” und Sokals jazzige Komposition “A swinging bird for childrens fake” einen feinversponnen ,wohltuenden Kontrast .

Der grosse Verdienst dieser Band, ist die Art wie sie mit den heutigen Grooves umgehen, die gekonnt in den Jazzkontext übertragen werden und damit nie konstruiert, sondern lebendig und erlebt klingen. (Mathias Rüegg)

01 - Shine 07:25

02 - Full Circle 05:38

03 - Magic Transition 07:12

04 - Triotonal 01:23

05 - A Swinging Bird Of Childrens Fake 04:48

06 - Back Where I Belong 02:46

07 - Timesquare 08:27

08 - Birdland 04:29

09 - Sax Mood 03:48






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Donnerstag, 1. November 2018

Matter Of Taste 1996 Chateau Obscure



Genre: Progressive Rock
Rate: 264 kbps VBR / 44100
Time: 00:45:06
Size: 82,66 MB

Matter of Taste waren eine Steirische Progband. "Band" ist eigentlich zuviel gesagt, vielmehr handelt es sich um ein Projekt von Franz Wetzelberger, der alle Songs komponiert hat, Gitarre und Keyboards spielt, singt und die Platte produziert hat. Heutzutage verzaubert er als "Hokus Pokus Musikus" Kinder mit seiner Musik-Mitmach-Show.

Musikalisch tummelt man sich anfangs in melodischen Neoprog-Gewässern, die an diverse holländische Bands erinnern. Der Anteil an E-Piano ist hoch, längere Gitarrensoli gibt es keine. Dies geht so bis zum fünften Song, "Nightkiller", der richtig funky ist und mit Wah-Wah-Gitarre daherkommt. Der interessanteste Song der Platte ist aber "Meadows of fauns", das mit Vogelgezwitscher und impressionistischem Klavierspiel a la Claude Debussy, der ja auch einen Draht zu Faunen hatte, aufwartet. Der abschließende "Resurrection song", der auf einer Melodie von Ludwig van Beethoven basiert, erinnert mich fatalerweise an das Trans-Siberian Orchestra, da es ähnlich musicalhaft daherkommt wie "Beethoven's Last Night". (Thomas Schüßler)

01 - Chateau Obscure 08:35

02 - Elegy 05:29

03 - Seek For Birth 09:44

04 - Soon 05:59

05 - Nightkiller 05:01

06 - Meadows Of Fauns 06:15

07 - Resurrection Song 04:03






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Montag, 29. Oktober 2018

Raphael Wressnig 2011 True Blue



Genre: Blues
Rate: 245 kbps VBR / 44100
Time: 00:50:31
Size: 91,37 MB

„True Blue“ nennt sich das Album von Raphael Wressnig. Ein Ausnahmetalent an der Hammond B3. Mit dem Album True Blue legt er ein vielversprechendes Album vor. Das Ganze steht im Zeichen des Grooves. Schön groovig und auch mal ruhig wie bei der Ballade „Angel Eyes“. Als Autodidakt startete Raphael Wressnig und erarbeitete sich seinen Stil. Das Album bewegt sich nun auch im Blues- sowie Jazzstil mit viel Soul und bringt eine Intensität mit sich, welche man in Worte nur schwer beschreiben kann.

Wie er die Hammond spielt, erinnert an Grössen wie Jimmy Smith, Jack McDuff, Jimmy McGriff u.a! Dennoch bringt er seinen eigenen unverkennbaren Still mit ein und auf dem Album True Blue kommt man in den Genuss davon. Es groovt mächtig und mit den unterschiedlichen Musikern, bekommt dieses Album auch eine ganz besondere Note, geprägt durch die Handschrift jedes einzelnen Musikers. Da wären einmal die drei Gitarristen Jim Mullen, Georg Jantscher sowie Alex Schultz, Christian Bachner sowie „Sax“ Gordon Beadle am Tenorsaxophone, Horst-Michael Schaffer an der Trompete, Robert Bachner an der Posaune sowie die Drummer Lukas Knöfler und Silvio Berger. Ein Album welches lust macht auf mehr.

01 - Little Sheri 05:04

02 - The Jody Grind 04:48

03 - Angel Eyes 07:12

04 - Minor Chant 03:16

05 - That's Enough 04:50

06 - The Party 07:19

07 - I Can't Take It No Mo' 06:51

08 - Sometimes I Feel Like A Motherless Child 06:10

09 - One Mo' Blues 05:01





Donnerstag, 25. Oktober 2018

Ludwig Hirsch 1999 Dunkelgrau Live!



Genre: Singer/Songwriter
Rate: 192 kbps CBR / 44100
Time: 01:38:01
Size: 131,60 MB

Die Texte von Ludwig Hirsch sind gewaltig! Sie scheinen überzuquellen vor Intelligenz, Witz, Traurigkeit, Sarkasmus und Sozialkritik. Das vorliegende Album ist reduziert auf Ludwig Hirsch's Stimme, die beiden akustischen Gitarren und für einen Song etwas Walgesang. Der ein oder andere stört sich an dieser Reduziertheit.

Das ist richtig; das Album eignet sich nicht zum Tanzen (merkwürdige Vorstellung...), mit einem Orchester wartet er nicht auf und auch sonst passiert musikalisch nicht sehr viel. Was statt dessen passiert, ist ein fragiles, intimes (neudeutsch: unplugged-)Konzert, das die gesamte Aufmerksamkeit des Zuhörers auf nichts als die Texte lenkt. Und auf diese Weise wirken diese lyrischen Wunderwerke noch einmal so intensiv. Hirsch's Stimme klingt wunderbar erwachsen, Bertl's Gitarre überzeugt auf voller Linie und die Darbietung der Lieder ist besser (oder zumindest nicht schlechter) als auf den anderen Alben.

Besonders beeindruckend ist die Version von "Der Wolf". (M+H L)


CD1:

01 - Die Omama 05:07

02 - Die Gang 01:12

03 - I Lieg Am Ruck'n 07:19

04 - Das Geburtstagsgeschenk 02:50

05 - 1928 04:12

06 - In Deiner Sprache 05:15

07 - Der Wolf 06:13

08 - Nicht Küssen 02:52

09 - Peterle 02:54

10 - Der Dorftrottel 05:53

11 - Spuck Den Schnuller Aus 03:02


CD2:

01 - Der Turm 03:08

02 - Die Gottverdammte Pleite 03:22

03 - Angst 03:29

04 - Schutzengerl 03:21

05 - Wunder 03:06

06 - Der Herr Haslinger 03:55

07 - Engerl 03:37

08 - Der Fremde Musikant 05:07

09 - Die Gelse 03:14

10 - Zart 04:24

11 - Petite Valse 03:16

12 - Die Hand 04:47

13 - Komm, Grosser Schwarzer Vogel 06:26





Sonntag, 14. Oktober 2018

Eela Craig 1978 Hats Of Glass



Genre: Progressive Rock
Rate: 262 kbps VBR / 44100
Time: 00:39:54
Size: 75,95 MB

"Hats of Glass" ist das dritte Album von Eela Craig, und wie schon der Eintrag in der Sparte "Vergleichbar mit" zeigt, hat man sich musikalisch sehr gewandelt. Jetzt dominieren sphärische Synthie-Sounds, die dem Album eine schwebende, sehr spacige Atmosphäre verleihen. Besonders deutlich ist dies beim Titelstück, dessen langer instrumentaler Mittelteil fast wie eine Jamsession von David Gilmour mit Tangerine Dream klingt (ohne daß Eela Craig versuchen würden, die genannten Leute zu kopieren). Eröffnet wird dieses Album interessanterweise von einem Cover des Chris de Burgh Titels "A Spaceman came travelling". Davon sollte man sich jedoch nicht abschrecken lassen, hier wird garantiert kein de Burgh'scher Schmalz geboten! (Jochen Rindfrey)



01 - A Spaceman Came Travelling 04:57

02 - Hats Of Glass 06:41

03 - Grover's Mill 03:49

04 - Chances Are 05:34

05 - Heaven Sales 03:05

06 - Holstenwall Fair 08:18

07 - Caught In The Air 03:59

08 - Remove Another Hat Of Glass... 03:31